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Einst, als Maerchen noch Wirklichkeit waren, lebte die Sonne und der Mond auf der Erde.

Die Sonne war ein sehr schoenes Maedchen mit goldenen langen Haaren.

Der Mond war ein junger Mann, der sehr liebevoll war. Überall in seinem Land war er beliebt.

Nun trug es sich zu, das der Mond sich in die Sonne verliebte.

 

Die Sonne und der Mond liebten sich innig. Nur die Eltern der beiden waren schon seit Generationen verfeindet.

Mit allen Mitteln versuchten die Eltern der beiden, das Paar gewaltsam zu trennen. Jedoch nichts konnte sie trennen.

 

Sie waren sehr unglücklich in dieser Situation, und es wurde noch schlimmer, als die Eltern für sie Partner aussuchten

um Hochzeiten zu erzwingen.

Als Sonne und Mond keinen Ausweg mehr sahen,

hielt der Mond um die Hand der Sonne an.

Die Sonne, gab ihrem Geliebten das Ja-Wort, und fortan überlegten sie, wie sie diesem Zwang entgegen wirken konnten

Der Mond war sehr traurig, und konnte kaum schlafen,

wie sollte er es bewerkstelligen seine Braut heim zu fuehren, um das Glück vollkommen zu machen?

Der Mond machte sich auf den Weg zum Goettervater. Er erzaehlte ihm,

wie sehr er die Sonne liebte und wie weh es ihm tat, dass er die Sonne nicht zu seiner Frau machen durfte .

Der Goettervater überlegte lange.

Dann beschloss er, den beiden Menschen eine Aufgabe zu geben, die schier unlösbar erschien.

Die Sonne sollte fortan am Himmelszelt leuchten und die Menschen mit ihren Strahlen erwärmen.

Der Mond aber sollte nachts am Himmel stehen und den Menschen den Weg weisen.

So wie es der Göttervater gesagt hatte, so geschah es auch!

Die Sonne stand nun Tag für Tag am Himmel und wärmte mit ihren Strahlen die Mutter Erde.

 

 

 

Der Mond hingegen war nur Nachts am Himmel zu sehen.

Die Sonne konnte nun, ihrem Liebsten, ihre Liebe nicht eingestehen, denn nur manchmal,

 wenn die Sonne am Himmel aufging, sah sie den Mond fahl und blass am Himmel stehen,

 um dann in der Helligkeit des Tages zu versinken.

 Wie gerne würde die Sonne nun ihrem Liebsten in die Arme sinken!

Die Sonne und der Mond sehnten sich nacheinander.

 Die Sonne bat den Göttervater um Hilfe, denn sie hatten doch nun alles getan,

um ihre Liebe zu leben!

Doch der Göttervater, der bemerkt hatte, wie sehr es den Menschen auf der Erde gefiel,

von Sonne und Mond behütet zu werden, musste sehr, sehr lange überlegen.

Jedoch gestattete er der Sonne den Mond zu treffen.

Wir Menschenkinder erleben dieses Wunder als Sonnenfinsternis.

Der Mond war sehr aufgeregt, seine Sonne zu treffen.

Ganz langsam näherte er sich der Sonne! Strich ihr behutsam über das goldene Haar.

Die Sonne breitete ihre Arme aus, um ihren lieben Mond in die Arme zu schliessen.

Beide standen sich nun gegenüber und verschmolzen in einem innigen Kuss. Sie schworen sich ewige Treue!

Die Sonne beschloss, etwas zu tun, damit ihr Liebster immer einen Funken ihres Feuers bei sich haben könnte.

Ihnen waren nur wenige Stunden vergönnt, dann mussten sich die Liebenden trennen.

Das Zusammensein von Sonne und Mond verdunkelte die Welt,

denn niemand sollte je sehen, was dort oben geschah!.

 

 

Seit diesem Tag, gebar die Sonne jeden Tag einen Stern,

den sie mit einem Leuchten aus ihrem Sonnenkranz versah.

Diese Sterne schickte sie nun am Tage auf die Reise zu ihrem Liebsten.

Und ab dieser Zeit, sieht man am Abend den Mond im Silberglanz

mit seinen Millionen Sternenkindern funkelnd am Himmelszelt. Er behütet und beschützt sie!

Es sind die Kinder von Sonne und Mond.

Sonne und Mond treffen sich nun in vielen Erdenjahren wieder und sind so

vereint für immer!

Sonne, Mond und die Sternenkinder sind unsterblich!

Und wenn du zum Himmel schaust, wirst du immer einen von ihnen treffen.

Schick ihnen gute Gedanken und denke daran, dass sie es sind, die unsere Welt am Leben erhalten.

(E.S.)

C by Sabine

 

 




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